Die kurze Antwort: Kostenlose Tagebuch-Apps gibt es viele. Die einzige Frage, die vor der Installation wirklich zählt, ist eine andere: Wo landen deine Einträge? Alles andere – Aussehen, Erinnerungen, Statistiken – kannst du später wechseln. Deine Texte nicht.
Ein Tagebuch ist der Ort, an dem du unfertig sein darfst. Genau deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Eintrag vier Minuten nachzudenken – statt hinterher festzustellen, dass die intimsten Sätze der letzten zwei Jahre auf einem Server liegen, dessen Betreiber man nicht kennt.
Es gibt zwei mögliche Antworten, und sie stehen in der Datenschutzerklärung: auf einem Server des Anbieters – oder ausschließlich auf deinem Gerät. Das Zweite nennt man „local-first". Der Unterschied ist keine Feinheit: Wer deine Texte nicht hat, kann sie auch nicht auswerten, nicht verlieren und nicht herausgeben.
Der Preis dieser Bauweise ist ehrlich zu nennen: Ohne Server gibt es keine automatische Sicherung. Du brauchst einen Export – siehe Frage 4.
Fast überall ja – weil die Einträge auf einem Server liegen und dieser wissen muss, wem sie gehören. Nötig ist es nicht. Eine App, die alles im Gerät ablegt, braucht keine Registrierung, keine E-Mail-Adresse und kein Passwort.
Das ist zugleich der schnellste Test für die erste Frage: Wo kein Konto ist, ist meistens auch kein Server.
Prüfe den Export vor dem ersten Eintrag, nicht nach dem hundertsten. Eine Sicherung als Datei, die du selbst irgendwo ablegst, ist das Mindeste – sie ist zugleich dein Umzugsweg auf ein neues Handy. Apps ohne Export sind Sackgassen mit hübscher Oberfläche.
Eine Web-App läuft direkt im Browser und lässt sich zusätzlich auf den Homescreen legen. Danach startet sie im Vollbild, funktioniert offline und fühlt sich an wie eine gewöhnliche App – nur dass du nie einen Store geöffnet hast. Ausprobieren kostet dich zehn Sekunden statt eines Downloads, und Weggehen ebenso.
Dazu kommt etwas, das die meisten Tagebuch-Apps nicht haben: eine Frage am Morgen. Nicht die leere Seite, sondern ein Anlass. Denn woran die meisten scheitern, ist nicht die App – sondern der Anfang. Und eine Botschaft am Tag, dann ist Schluss: warum das absichtlich so kurz gehalten ist.
Ja, aber „kostenlos“ heißt Verschiedenes. Manche Apps sind kostenlos, weil sie Werbung zeigen oder Nutzungsdaten auswerten. Andere sind kostenlos in einem Grundumfang und stellen alles Weitere hinter ein Abo. Sternenluna gehört zur zweiten Sorte, allerdings ohne Werbung und ohne Datenauswertung: Das tägliche Ritual mit Tagebuch, Rückblick, Serien und Rängen bleibt dauerhaft frei.
Bei den meisten Anbietern ja, weil die Einträge auf deren Servern liegen. Nötig ist es nicht: Eine App kann alles im Speicher des Geräts ablegen. Dann gibt es keine Registrierung, keine E-Mail-Adresse und auch keine Kopie beim Anbieter – dafür trägst du selbst die Verantwortung für Sicherungen.
Das ist die wichtigste Frage vor der Installation, und sie steht in der Datenschutzerklärung. Zwei Antworten sind möglich: auf einem Server des Anbieters, oder ausschließlich auf deinem Gerät. Local-first bedeutet Letzteres – der Anbieter kann deine Einträge dann nicht lesen, weil er sie gar nicht hat.
Eine Web-App, die direkt im Browser läuft und sich zusätzlich auf den Homescreen legen lässt. Man spart den App-Store, startet in Sekunden und kann sie ohne Spuren wieder verlassen. Nach dem Ablegen auf dem Homescreen läuft sie im Vollbild und auch offline.
Nur wenn die App einen Export anbietet. Prüfe das vor dem ersten Eintrag, nicht nach hundert. Eine Sicherung als Datei, die du selbst speichern kannst, ist das Mindeste – sie ist zugleich dein Umzugsweg auf ein neues Gerät.
Die, die du morgen früh tatsächlich öffnest. Achte weniger auf den Funktionsumfang als auf zwei Dinge: dass sie dir eine Frage stellt, wenn dir nichts einfällt, und dass sie deine Einträge nicht mitliest.
Fragen zum Ausprobieren: 50 Journaling-Fragen.
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Marcel von Sternenluna
Der Entwickler der App – schreibt hier über Journaling, Psychologie und ehrliche Technik.